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Kontextbezogene mobile Websuche

heller Raum mit Sofa

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Von “Google Now” über “Touch To Search” bis zu “Now On Tap”

Den Anfang für kontextbezogene Suchanfragen auf Android-Geräten hat 2012 „Google Now“ gemacht, das basierend auf dem Such- und Nutzerverhalten relevante Inhalte in Form von Orten, Artikeln, Produkten und anderen Ergebnissen präsentiert, ohne dass der Nutzer tatsächlich selbst eine Suchanfrage eingeben muss.

Seit kurzem gibt es in der mobilen Version des Google Chrome Browsers, der ab Android 4.1 standardmäßig installiert ist, eine neue Form der kontextbezogenen Suche namens „Touch To Search“, zu Deutsch etwa „Zum Suchen berühren“. Wird ein Wort auf einer beliebigen Website mit dem Finger markiert, werden automatisch passende Suchergebnisse eingeblendet. Dabei werden auch zusammenhängende Wortkombinationen sicher und zuverlässig erkannt.

Wird etwa bei der Wortkombination „BMW Deutschland“ nur das Wort „Deutschland“ berührt, werden trotzdem Suchergebnisse zu „BMW Deutschland“ eingeblendet. Mit „Touch To Search“ bietet der Internetkonzern nach „Google Now“ eine weitere kontextbezogene Suchform an, die keiner Tastatureingabe durch den Nutzer bedarf. Die Suche wird deutlich reibungsloser und schneller, da nicht mehr in ein neues Browserfenster gewechselt werden muss.

Sowohl Google Now als auch Touch To Search sind jedoch nur Vorboten einer noch viel umfassenderen neuen Suchform, die kürzlich auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellt wurde und für Ende des Jahres erwartet wird: „Now On Tap“. Diese Suchfunktion kann unter Android innerhalb der meisten Apps durch längeres Berühren des Home-Buttons erreicht werden und blendet passende kontextbezogene Ergebnisse ein. Als ein Beispielszenario hat der Konzern eine WhatsApp-Unterhaltung gezeigt, in der ein Restaurantname vorkommt. Löst der Nutzer nun „Now On Tap“ aus, werden ihm Informationen zum Restaurant angezeigt – inklusive Anrufmöglichkeit, Routenplanung und Bewertungen. Google bedient mit der neuen Funktion die Suchintention aus dem aktuellen Nutzerkontext:

Da diese neuen Formen der kontextbezogene Suche die Nutzerfreundlichkeit auf mobilen Geräten enorm verbessern, werden sie von den Usern voraussichtlich gut angenommen – mit der Zahl der Suchanfragen steigt das Potenzial, das sich Unternehmen durch eine gute Positionierung in den Ergebnislisten bietet. Insbesondere lokale Anbieter können hier durch auf ihren Standort zugeschnittene SEO und die Buchung ortsbezogener AdWords-Anzeigen aktiv dazu beitragen, sich optimal bei Google zu präsentieren.

Nicolai Helling

Über den Autor

Nicolai Helling

Als Senior SEO Consultant beschäftigt sich Nicolai Helling seit 2010 mit Suchmaschinenoptimierung für KMU sowie für international tätige Unternehmen. Darüber hinaus ist er Experte für Local SEO und hilft örtlichen Anbietern dabei, sich in der Welt von Google My Business, Citations und Bewertungen optimal zu positionieren.