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Neue Kategorien für dynamische Suchanzeigen

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Texte genauer anpassen

Dynamische Suchanzeigen (DSA) bei Google AdWords gibt es seit Oktober 2011. Sie werden nicht über eingebuchte Keywords ausgeliefert, sondern Anzeigen werden bei passenden Suchanfragen dynamisch beziehungsweise automatisiert mit Bezug zum Webseiteninhalt ausgeliefert. Für die Auslieferung der dynamischen Suchanzeigen bedient sich Google seiner Crawler, die den Webseiteninhalt auslesen und so die Relevanz zwischen Inhalt der Seite und Suchanfrage bewerten können.

Neu bei den dynamischen Suchanzeigen ist seit Mitte Juli 2015 eine Erweiterung der Kategorien, die Google zur Verfügung stellt. Auf diese Weise können Anzeigentexte nun noch besser der Suchanfrage angepasst werden und bestimmte Bereiche individueller beworben werden.

Zuerst erstellt der Werbungtreibende eine Kampagne für die Google-Suche.

Dann wählt er die Option „Dynamische Suchanzeigen“ und gibt die Toplevel-Domain ein, die Google für die Aussteuerung verwenden soll.

Im nächsten Schritt können verschiedene Anzeigengruppen mit ihrer automatischen Ausrichtung erstellt werden. Zur Aussteuerung bietet Google drei Möglichkeiten:

  1. Die komplette Webseite verwenden (für den Start zu empfehlen).

  2. Bestimmte Webseiten verwenden – hier können bestimmte Domainbestandteile, Kategorien, Seitentitel und Seiteninhalte ausgewählt werden.

  3. Empfohlene Kategorien für die Webseite verwenden. Auf Basis der Daten, die der Google Crawler sammelt, werden hier Kategorien für die Bewerbung vorgeschlagen. Diese gehen seit dem kleinen Update nicht nur in Produktkategorien, sondern teilweise bis auf Einzelprodukte hinunter.

Neben der Kategorie stellt Google Informationen zur Webseitenabdeckung und ein empfohlenes Gebot zur Verfügung. Außerdem kann bei Klick auf das Info-Icon die angedachte Ziel-URL angesehen werden.

Auf diese Weise bietet Google die Möglichkeit, den Anzeigentext noch besser und individueller für DSA zu gestalten. Für jede Anzeigengruppe (und damit auch für jedes Ausrichtungskriterium) wird ein eigener Anzeigentext mit Beschreibungszeilen und angezeigter URL zusammengestellt. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, einzelne Produktkategorien noch besser in den Fokus des Textes zu rücken.

Für die Kampagnenperformance sind damit verbesserte Click-through-Rates (CTR) und bessere Conversion Rates zu erwarten. Erste Tests bei ausgesuchten Retailkunden ergaben, dass eine CTR-Steigerung für einzelne Kategorien von 26,6 Prozent erzielt werden konnte. Aufgrund der feineren Aussteuerung auf Kategorieebene ergab sich zwar ein Anstieg des CPCs (Cost-per-Click) um 25,7 Prozent. Dieser Effekt wird jedoch durch eine erhöhte Conversion Rate von 23,4 Prozent komplett ausgeglichen.

Mit den neuen Kategorien für DSA-Kampagnen gibt Google dem Werbungtreibenden eine breite Möglichkeit, ohne großen Aufwand Keywordwelten zu bewerben, die nicht durch keywordbezogene Kampagnen abgedeckt sind. Deshalb sollte jeder AdWords-Kunde, der den Kampagnentyp DSA schon im Einsatz hat, die empfohlenen Kategorien anwenden und das Setup der Kampagnen so entsprechend ausbauen. Weiterhin sollen jedoch intensiv die Suchanfragen aus den Kampagnen ausgewertet werden, um Streuverluste zu vermeiden und die Performance stetig zu verbessern.

Über den Autor

Stephanie Voigt