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Kriterien für erfolgreiches SEA

Heller Flur Querformat

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Der Zehn-Punkte-Check für AdWords

Was gehört heute zu einem erfolgreichen Search Engine Advertising (SEA)? Welche Faktoren sollten Marketer bedenken, welche Werbeformate einsetzen? Florian Langer, SEA-Experte und Managing Director der UDG United Digital Group in Heimsheim, hat eine Checkliste mit zehn Punkten zusammengestellt, die Sie bei Google-AdWords-Kampagnen beachten sollen.

1. Deckt sich die Struktur des AdWords-Kontos mit der Ihres Angebots?

Ein erfolgreiches AdWords-Konto sollte der Webseitenstruktur oder der Produkt- beziehungsweise Dienstleistungspalette nachempfunden sein, damit die einzelnen Bereiche separat ausgewertet, bewertet und gesteuert werden können. Dabei können bis zu 10.000 Kampagnen und 20.000 Anzeigengruppen erstellt werden.

2. Stimmt die Ausrichtung Ihrer Kampagnen mit den Merkmalen Ihrer Zielgruppe überein?

Bei Ihren AdWords-Kampagnen können Sie Sprache, Land, Region, Wochentag und Tageszeit auswählen. Richten Sie Ihre Einstellung nach Ihrer Zielgruppe aus. Wollen Sie zum Beispiel Ihre B2B-Produkte in Stuttgart anbieten, wählen Sie diese Region und einen Buchungszeitraum während der Bürozeiten aus. Betreiben Sie jedoch eine Datingseite, lohnt sich eine deutschlandweite Ausspielung in den Abendstunden sowie am Wochenende.

3. Messen Sie den Erfolg Ihrer Kampagnen und optimieren Sie entsprechend?

Legen Sie fest, anhand welcher Kriterien Sie den Erfolg der jeweiligen Kampagne definieren. Das kann ein Verkauf, aber auch das Absenden eines Formulars oder eine bestimmte Warenkorbhöhe sein. Sehen Sie in Ihrem AdWords-Konto nach, ob Ihre KPIs erreicht wurden. Nutzen Sie Google Analytics, um Ziele und Teilziele zu messen und importieren Sie diese anschließend in AdWords. Werten Sie die Ergebnisse aus und optimieren Sie Ihre Kampagnen entsprechend.

4. Buchen Sie Product Listing Ads?

Sie haben einen Shop mit physischen Produkten? Dann sollten Sie Product Listing Ads (PLA) buchen. Die Shopping-Ergebnisse werden bei Google immer mit Bild angezeigt – und ziehen daher die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich. Wer möchte, kann diese mit der Einbindung von Produktbewertungen zusätzlich anreichern (siehe auch Punkt 10: Erweitern Sie Ihre Anzeigen um zusätzliche Infos?). Sie sollten zudem sicherstellen, dass Ihr Produktfeed optimal eingestellt ist.

Die Abrechnung von Google-Shopping-Anzeigen erfolgt wie bei den klassischen AdWords auf CPC-Basis.

5. Betreiben Sie Remarketing in der Google-Suche?

Mit Remarketing Lists for Search Ads (RLSA) können Sie Zielgruppen aus Google Analytics in AdWords importieren und damit den Adressatenkreis für eine Kampagne ganz eng eingrenzen – beispielsweise auf Besucher, die mehr als fünf Seiten aufgerufen und sich länger als 15 Minuten auf der Webseite aufgehalten haben.

RSLA können zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden:

  • niedrigere CPCs zur Kostensenkung bei weniger attraktiven Zielgruppen

  • höhere CPCs zur besseren Positionierung bei hochwertigen Zielgruppen

  • gezielte Ansprache bestimmter Zielgruppen

  • besondere Keywords für bestimmte Zielgruppen.

6. Sprechen Sie Webseitenbesucher im Display-Netzwerk erneut an?

Mit Googles Remarketing-Technologie werden Besucher Ihrer Webseite auf Basis Ihres Surfverhaltens markiert und in Gruppen zusammengeführt. Diese Gruppen können Sie im Display-Netzwerks des Internetkonzerns erneut ansprechen. Mögliche Gruppen sind

  • Käufer

  • Nicht-Käufer

  • Warenkorbabbrecher

  • Mehrfachkäufer

  • Nutzer, die eine Broschüre heruntergeladen haben

  • Nutzer, die ein Formular ausgefüllt haben.

7. Ist Ihr Angebot für die mobile Nutzung optimiert?

Im Mai wurden erstmals bei Google mehr Anfragen von Mobilgeräten als von Desktops aus gestellt, zudem bezieht der Internetkonzern seit April in das Ranking einer Webseite ein, ob diese „mobile friendly“ gestaltet ist. Sie sollten deshalb dafür sorgen, dass Ihre Inhalte auch auf Smartphones und Tablets nutzerfreundlich dargestellt werden. Responsive Design ist hier die perfekte Lösung – oder eine mobile Webseite.

Auch AdWords-Anzeigen lassen sich für die Smartphone-Nutzung optimieren – sowohl eine Erweiterung um eine Anruffunktion als auch um den eigenen Standort kann sinnvoll sein (siehe auch Punkt 10: Erweitern Sie Ihre Anzeigen um zusätzliche Infos?).

8. Ist Ihr Budget realistisch geplant?

Das Budget ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wenn Ihre Kampagnen zur Entscheidungszeit ihrer Zielgruppe offline sind, haben Sie schlechte Karten. Setzen Sie RSLA ein (siehe auch Punkt 5: Betreiben Sie Remarketing in der Google-Suche?), um ihre AdWords-Ausgaben zu senken und dennoch top zu performen.

9. Passen Sie Ihre Gebote an?

Manchmal ist ein Klick für Sie wertvoller, wenn er auf einem Mobilgerät, zu einer bestimmten Tageszeit oder an einem bestimmten Standort erfolgt. Steuern Sie Ihre CPC-Gebote abhängig von Zeit, Region, Saisonalitäten und weiteren Aspekten. Die Gebotsanpassung erfolgt in Prozenten des CPC.

10. Erweitern Sie Ihre Anzeigen um zusätzliche Infos?

Anzeigenerweiterungen bieten den Nutzern nicht nur mehr Inhalt. Ein praktischer Nebeneffekt ist die Vergrößerung der Werbung, die zu mehr Aufmerksamkeit in den Suchergebnissen führt. Als Erweiterung bietet Google folgende Dimensionen an:

  • Sitelinks

  • Anrufe

  • Standorte

  • Bewertungen

  • Verkäuferbewertungen

  • Apps

  • Zusatzinformationen im Textformat

Sie haben alle zehn Punkte bereits berücksichtigt? Glückwunsch, Ihr SEA ist wirklich State of the Art!

Noch Lücken? Wir helfen Ihnen gerne weiter!