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Wie verändern Daten das Affiliate Marketing?

Heller Flur

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Weg vom Umfeld, hin zum User

Der intelligente Einsatz von Daten schafft im Affiliate Marketing neue Möglichkeiten, Nutzer gezielt anzusprechen. Ein Gastbeitrag von Irina Heiligensetzer, affilinet.

Die Online-Branche sammelt Informationen in rasantem Tempo. Auch wir als Affiliate-Netzwerk verfügen über eine Fülle von First-Party-Daten. Um diesen Datenschatz für unsere Partner bestmöglich – heißt gewinnbringend – einzusetzen, kombinieren wir in Europa Daten aus dem klassischen Affiliate-Kanal mit Third-Party-Daten von externen Anbietern. Damit minimieren wir den Streuverlust der Werbeausspielungen. Jedoch, um Daten derart effizient nutzen zu können, braucht es – neben intelligenter Software und ausgeklügelten Algorithmen – einen weiteren Faktor: den Display-Experten aus Fleisch und Blut!

Denn wer sorgt schlussendlich dafür, dass individuelles User-Verhalten an den Touchpoints erkannt, zielführend interpretiert und die Logik der Werbeausspielung darauf ausgerichtet wird? Der Mensch. Deshalb: Daten sind gut, doch ohne sinnvolle Steuerung sind sie nichts wert. Worauf es ankommt, ist die Kombination aus Daten und menschlicher Intelligenz.

Als Anbieter von Affiliate- und Display-Lösungen sehen wir unsere Aufgabe darin, unseren Advertisern exakt die gewünschten User zum angepeilten Preis zu liefern. Wir identifizieren die User mit Hilfe der uns zur Verfügung stehenden technischen Lösungen. Dabei greifen wir auf unterschiedliche Datenquellen zurück. Zum einen verwenden wir First-Party-Daten unserer Advertiser, die wir aus den Produktdaten und den Retargeting Daten generieren. Diese Erkenntnisse werden um Third-Party-Daten von externen Anbietern erweitert. Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck daran, die First- und Third-Party-Daten mit Hilfe einer dritten Komponente zu vervollständigen: den Daten unserer Publisher.

Basierend auf dieser intelligenten Daten-Kombination optimieren wir die Werbeausspielung innerhalb unserer affilinet Performance Ads. Es handelt sich dabei um eine Lösung zur automatischen Ausspielung zielgruppengerechter Werbemittel auf Publisher-Seiten. Beim profildatenbasierten Targeting gehen wir weg vom Umfeld und stellen den User ins Zentrum unserer Optimierungslogik.

In Echtzeit werden von einem Adserver User Profile ausgewertet, passende Werbemittel bereitgestellt und in Realtime passende Nutzer mit zielgruppengerechten Bannern angesprochen. Beispielsweise würde ein Bergfreund, der sich auf einer Elektronikseite befindet, dort kein Smartphone sondern einen Trekkingrucksack angeboten bekommen. Dies führt zu einer Verbesserung der Werbewirksamkeit mit höheren Click Through Rates.

Scheint alles ganz einfach: Technologien verarbeiten die Informationen, liefern passgenaue Inhalte aus und werbetreibende Unternehmen erhalten gesteigerte Sales-Zahlen.

Und dennoch: Gerade im immer härter umkämpften Display-Markt kommt es darauf an, nicht nur Daten en masse zu erheben und sich mit der Datenflut zu rühmen, sondern sich diese mit Intelligenz und Fachwissen zu Nutze zu machen. Erst dann wird Werbung effektiv ausgespielt und Kunden investieren ihre Spendings zielführend. Und erst dann bringen Daten wirklich etwas.

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