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Cross Device Track­ing im Affiliate Marketing

Heller Flur Querformat

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Wenn nicht nur das letzte Cookie zählt

Der Weg von der Information bis zum Kauf führt über mehrere Geräte. Publisher profitieren deshalb davon, wenn auch das Tracking übergreifend ist. Ein Gastbeitrag von Mike Weiler, Tradedoubler.

Die steigende Nutzung von Smartphones beim Online-Shopping führt dazu, dass immer mehr Verbraucher mehrere Endgeräte im gesamten Kaufprozess einsetzen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass 80 Prozent der Verbraucher lieber einen Laptop oder einen Desktop-PC für den Kaufabschluss im Internet nutzen, obwohl das Smartphone für die vorherige Produktrecherche am beliebtesten ist. Laut unserer aktuellen Studie werden bei zwei Fünfteln der Online-Käufe in Europa mehrere Geräte verwendet und Verbraucher verbringen mehr Zeit bei der Produktrecherche auf dem Smartphone als auf jedem anderen Gerät.

In unserer Studie mit knapp 5.000 europäischen Verbrauchern gaben 43 Prozent der Befragten an, durch ihr Smartphone habe sich die Art und Weise ihres Einkaufsverhaltens verändert. Wenn Publisher die Tatsache ignorieren, dass Anwender mehrere Endgeräte für den gesamten Einkaufsvorgang nutzen, wird das Tracking nie genau sein und — noch viel wichtiger — die von den Publishern generierten Transaktionen werden nicht honoriert.

Die Nutzung mehrerer Geräte erschwert das Erfassen von getätigten Käufen. Wenn Verbraucher verschiedene Endgeräte nutzen, und insbesondere wenn eines der Geräte ein Mobiltelefon ist, kann der Kaufprozess nicht mehr richtig getrackt werden. Das führt zur unvollständigen User Journey und zu nicht erfassten oder falsch zugeordneten Transaktionen.

Da immer mehr Anwender zwischen mehreren Endgeräten wechseln, wirken sich nicht erfasste und falsch zugeordnete Käufe zunehmend auf die Umsätze der Publisher aus. Laut unserer Einschätzung gehen Publishern ohne eine Cross Device Tracking-Lösung durchschnittlich sieben Prozent der Käufe verloren. Für Publisher mit Focus auf mobile Endgeräte könnte der prozentuale Anteil sogar noch höher liegen.

Am präzisesten ist das Cross Device Tracking, wenn sich die Mitglieder eines Publishers auf dessen Webseite anmelden müssen (mit dem Login eines sozialen Netzwerks oder mit einer E-Mail-Adresse) und deterministisches Matching genutzt wird, um die Verbraucher mit ihren Geräten zu verknüpfen. Meldet sich ein User beispielsweise von unterschiedlichen Geräten aus auf der Website eines Publishers oder Advertisers an, ist klar, dass die betreffenden Geräte demselben Nutzer gehören.

Das probabilistische Matching hingegen sammelt eine Vielzahl von Datenpunkten über jedes Gerät und ermittelt anhand komplexer Algorithmen wahrscheinliche Verbindungen. Diese Lösung ist weniger effektiv — ihre Genauigkeit liegt bei nur 60 Prozent.

Damit Publisher in unserem Netzwerk ihre Provision für jeden Kauf erhalten, erfasst unsere Cross Device Tracking-Lösung geräteübergreifende Transaktionen, indem eine anonymisierte Verbindung zwischen Nutzern und ihren digitalen Endgeräten erstellt wird. Dabei werden alle Daten anonymisiert, personenbezogene Daten also nicht erhoben.

Die durch das Cross Device Tracking gewonnenen Erkenntnisse bieten Publishern einen vollständigen Überblick über das Online-Verhalten ihrer Nutzer einschließlich präziser Konversion-Daten und ermöglichen es ihnen, Werbeplatzierungen und Kampagnen über mehrere Geräte hinweg zu optimieren.

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