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Nahtloses Shopping-Erlebnis

E-Commerce Photo Querformat

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Kanäle intelligent verknüpfen

Mobile, Filiale, Desktop – was für den Händler unterschiedliche Kanäle sind, ist für den Käufer ein Shop – und deshalb erwartet er ein einheitliches Erlebnis. Um dieses zu erzielen, helfen eine Personalisierung anhand von Künstlicher Intelligenz, die Optimierung des mobilen Einkaufserlebnisses und Voice Assistants.

KI für Personalisierung

Personalisierung basiert auf Daten – und KI bietet großartige Möglichkeiten, diese Daten optimal zu nutzen.

Erfolgsversprechend ist diese Integration, wenn die KI selbstlernend ist, neu entstehende Informationen über den Kunden mit einbezieht und so die Angebote ständig verbessert. Besucht ein Nutzer nur einen Shop, können ihm anhand seiner erfolgten Bestellungen und seines Verhaltens auf der Webseite Artikel vorgestellt werden, die zu seinen Vorlieben in Bezug auf Farbe, Größe oder Stil passen.

Bei Neukunden gibt das Verhalten im Web wichtige Hinweise. Sucht ein Nutzer bei Google ganz allgemein nach Handys oder Tablets, sollte er auf eine andere Landingpage geleitet werden als bei der Suche nach einem ganz spezifischen Produkt wie einer bestimmten Fernbedienung.

Die Personalisierung sollte sich nicht auf die Webseite beschränken, sondern auch Newsletter, SEA, SEO, Social Media im Sinne des Conversational Commerce sowie alle weiteren Kanäle umfassen.

Mobile Optimierung

Inzwischen stammt inzwischen mehr als die Hälfte der Suchanfragen bei Google von mobilen Geräten. Dennoch macht Einkaufen mit dem Smartphone bei vielen Shops immer noch keinen Spaß. Zu langsam laden viele Seiten, zu schlecht lässt sich die Navigation bedienen.

Der Schlüssel für ein exzellentes mobiles Einkaufserlebnis liegt in der Personalisierung. Da der Platz auf dem kleinen Bildschirm extrem eingeschränkt ist, sollten Händler nicht die Breite ihres Inventars anzeigen, sondern nur wenige Produkte vorstellen, die dafür jedoch für den Kunden relevant sind. Entscheidend ist auch die Visualisierung der dargestellten Artikel: Die Bilder müssen komprimiert werden, um schnell zu laden, und so gestaltet sein, dass sie auch auf dem kleinen Screen des Smartphones gut aussehen und einen aussagekräftigen Eindruck vermitteln.

Voice Assistants

Sprechen statt tippen – jeder fünfte deutsche Internetnutzer habe bereits einen digitalen Sprachassistenten im Einsatz, berichtet Lead.

Ebenso viele planten dies in der Zukunft. Der Einsatz von Voice Assistants ist ein zukunftsweisendes Feld im E-Commerce. Und da bei gesprochenen Anfragen die Zahl der ausgelieferten Suchergebnisse geringer ist als in den klassischen Treffern, wird es für den Erfolg von Shops künftig entscheidend sein, bei relevanten Anfragen auf Platz eins zu liegen und ihren Kunden durch KI personalisierte Angebote zu machen.

Technologisches Verständnis nötig

Um das Shopping-Erlebnis nahtlos zu gestalten, ist also eine komplette Vernetzung aller Marketing-, Vertriebs- und Logistiksysteme zu einem digitalen Ökosystem nötig, das am besten auf einer einzigen Plattform basiert. Denn selbst auf einer einzigen Plattform ist es schon komplex genug, auf mehreren lassen sich die Anforderungen meist nicht umsetzen.

Diese Komplexität hat auch Auswirkungen auf Struktur und Auswahl des Managements: Verantwortliche – vom C-Level bis ins Operative - benötigen heute ein starkes Verständnis für Technologie. Dieses Know-how kann entweder über die Funktion eines Chief Digital Officers beziehungsweise Chief Technology Officers verankert oder über die Zusammenarbeit mit (Agentur-)Partnern erworben werben. Denn welche Plattform ausgewählt wird, hat nicht nur Auswirkungen auf Tagesgeschäft, sondern ist eine strategische Entscheidung, die die Zukunft des Unternehmens beeinflusst.

Mehr Details gewünscht? Eine ausführliche Version dieses Artikels ist auf internetworld.de erschienen: 3 Tipps: So gelingt ein Shopping-Erlebnis ohne Brüche.

Utku Aksoy

Über den Autor

Utku Aksoy

Utku Aksoy ist Experte für Integration, Leitung und Bewertung von komplexen E-Business-Landschaften und E-Commerce-Lösungen. Bevor er im März 2016 als Managing Director zur UDG United Digital Group in Karlsruhe kam, arbeitete er in leitenden Positionen für Thieme, BAUHAUS und Media-Saturn.